Tagebuch «Patchy»

Patchy wurde von einem tierliebenden Paar gefunden und zum Tierarzt gebracht, weil er schlecht aussah. Es wurde festgestellt, dass er einen Unterkieferbruch erlitten hat wohl aufgrund eines Autounfalles. Da er so ein lieber, verschmuster Kater ist haben sie sich entschlossen ihm zu helfen. Er wurde operiert und uns zur Vermittlung übergeben vom Tierarzt. Patchy ist ein Findelkater und ist im STMZ ausgeschrieben.

Freitag, 4. November 2022

Freitag
04.11.2022

Schwupps und weg

Es war ein gewöhnlicher Sonntag Vormittag, Patchy döste unter dem Katzenbaum, als die Türglocke bei Kissan Linna klingelte. Kurz darauf fiel eine ganze Familie mit Kindern in sein Revier ein, um ihn (das wusste er natürlich nicht) kennenzulernen.
Was macht also Pflegekater? Ergreift er die Flucht oder bleibt er starr vor Angst sitzen? Nichts dergleichen! Als wäre es das natürlichste auf der Welt, geht Patchy neugierig auf die Kinder zu und begrüsst alle.
Da ist es auch kein Wunder, dass bald ein Reservationsvertrag unterschrieben und ein Übergabetermin ausgemacht ist. Eine Woche darauf wird Patchy abgeholt und darf in sein neues Zuhause einziehen. Obwohl er erst unbekümmert Leckerlis in den Transportkorb gefolgt ist, müssen wir ihn letztlich doch sanft überzeugen, drin zu bleiben. Das Fäden ziehen bei der Tierärztin hat er wohl nicht in so guter erinnerung.
Im neuen Heim angekommen macht sich Patchy schnell breit und steckt sein Revier ab. Schnell verlässt er seine ersten Verstecke und macht sich zum Teil der Familie. Kein Schrank ist vor ihm sicher, wo er die Aussicht geniesst und das Sofa wird offensichtlich auch schon fleissig beschlummert.Wir wünschen dem Kater alles Gute für die Zukunft und danken für die coolen Bilder vom neuen Zuhause!

Sonntag, 25. September 2022

Sonntag
25.09.2022

Aus Fritz wird Patchy

Eine Woche wohnt Fritz, oder wie er wegen seiner getigerten Augenklappe jetzt heisst, Patchy nun schon bei Kissan Linna. In dieser Zeit hat er es sich richtig gemütlich gemacht und die Wohnung zu seinem Revier erklärt.

Man hat gleich gemerkt, dass es sich hier um einen Menschenfreund handelt: Keine fünf Minuten hat es gedauert, bevor er aus der Transportbox gehuscht ist und begonnen hat, die neue Umgebung zu erkungen. Zu beginn war er noch etwas zögerlich und ist von Deckung zu Deckung gesprintet, aber schon bald wurde ihm klar, dass es hier weder Rivalen gibt, noch ihm jemand etwas böses will. Und so lag er schon am ersten Abend schnurrend im Schoss des Hauspersonals.
Auch bei der Tierärztin hat Patchy sich nichts anmerken lassen. Nur beim Transport hat er etwas gemurrt. Seine Stimme ist dabei, anders, als man vielleicht vermuten würde, nur ein ganz feines Fiepsen. In der Praxis angekommen ist er aber sogar freiwillig aus dem Korb gekommen und hat wunderbar kooperiert.

Den Umständen entsprechend geht es ihm gut: Sein Kieferbruch entwickelt sich gut und er muss schon fast keine Medikamente mehr nehmen. Der Draht, der die Knochen fixiert, muss allerdings noch ein paar Wochen drin bleiben, bis das alles ordentlich verheilt ist.