Tagebuch «Ramires»

Wir wurden von einem Vereinsmitglied um Hilfe angefragt, bei einer krebskranken Frau hatte es drei Kitten eine Mutterkätzin und einen Kater. Sie konnte sich leider nicht mehr um alle fünf Katzen kümmern, es wurde ihr einfach zuviel. Wir haben die drei Kitten aufgenommen und die Mutterkatze kastrieren lassen und wieder zurückgebracht. Die Mutterkatze bleibt bei ihrer Besitzerin, um sie auf dem Krankheitsweg zu begleiten.

Ramires sucht ein neues Zuhause mit Freigang, da er diesen gewohnt ist und er einen ausgeprägten Bewegungsdrang hat. Mit dem richtigen Spielzeug spielt er auch gerne. Besonders zu Beginn sollte man ihm Zeit für sein grosses Schmusebedürfnis haben. Andere Katzen dürfen im neuen Zuhause vorhanden sein, den Umgang ist er gewohnt.

Samstag, 28. Januar 2023

Samstag
28.01.2023

"Auf Wiedersehen Ramires!

Liebe Tagebuchleser/innen

Nach eineinhalb Monaten bei meinen temporären Pflegern wurde ich nun von einem jungen Paar adoptiert. Die beiden waren sehr verständnisvoll für meine anfängliche Schüchternheit, sodass ich beim ersten Besuch gar keine große Angst hatte.
Der Abschied von meinen Pflegern viel schwer und mit viel Mautzen wurde sich verabschiedet. Im neuen Heim war eine Kätzin neugierig auf mich. Nach ein paar Stunden habe ich schon angefangen alles zu erkunden und sie ist mir stets gefolgt. Erst war sie ein wenig skeptisch, aber es hat nur wenige Tage gedauert bis sie mich lieb gewonnen hat und jetzt sind wir beste Freunde. Wir spielen, schmusen, putzen uns gegenseitig und schauen zusammen Katzen-TV. Auch den Freigang habe ich nun wieder und habe somit immer wieder Neues zu entdecken.

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Mittwoch
21.12.2022

Zu Besuch beim Tierarzt

Liebe Tagebuchleser/innen

Der Tag ist gekommen an dem ich wegen einer Impfung zum Tierarzt musste. Als meine Pfleger mit der Transportbox kamen habe ich mir erstmal nichts dabei gedacht. Dort eingesperrt zu werden fand ich aber gar nicht gut. Zum Glück habe ich einen Trick gefunden mit meinen Klauen die Tür wieder zu öffnen. Beim dritten Versuch haben meine Pfleger aber die Box zugeklebt und ich hatte keine Chance mehr. 
Zugegebenermaßen war es beim Tierarzt gar nicht so schlimm. Das Zimmer sah interessant aus und ich habe auf dem Arzttisch sogar geschnurrt. Die Spritze war nicht so schlimmer aber ich war trotzdem froh als ich wieder zu Hause war.
Nach 2 Stunden war der Tierarztbesuch dann auch schon wieder vergessen.

Dienstag, 13. Dezember 2022

Dienstag
13.12.2022

News vom kuschligen Ramires

Liebe Tagebuchleser/innen

3 Wochen im neuen Heim und ich habe mich als erkundunsgfreudiger Kletterkünstler entpuppt. Gelegentlich vermisse ich nun den Freigang und schaue verträumt aus dem Fenster. Abends bin ich eher gemütlich und entspanne am liebsten mit meinen Pflegern auf der Couch. Tagsüber braucht es gar nicht zu viel Aufmerksamkeit und ich bin auch mal gern für mich. Dafür mag ich es morgens und abends besonders gern wenn man sich viel um mich kümmert.
Fremden Leuten traue ich noch nicht so richtig und wenn jemand kommt verstecke ich mich lieber zuerst einmal und warte ein paar Minuten. Besonders große Angst hatte ich bei einem Besuch mit Kindern. Bei Menschen die ich kenne und denen ich vertraue bin ich jetzt gar nicht mehr schüchtern. “

Montag, 28. November 2022

Montag
28.11.2022

Zwei Wochen im neuen Heim

Liebe Tagebuchleser/innen
 
Die Anfangsscheu ist wie weggeflogen. Alles ist nun vollständig erkundet und ich würde gern wieder die Natur draußen erkunden. Zum Glück spielen wir zu Hause öfter mal was mich dann schon auspowert. Mit der Katzenangel macht es richtig Spaß umher zurennen. Auch meine hohen Sprünge haben meine Pfleger schon sehr beeindruckt. 
Vom Kuscheln kann ich nicht genug bekommen. Ich übe daran, welche Mautzer am Besten zu den längsten Streicheleinheiten führen. Gern würde ich bei meinen baldigen Besitzern auch im Bett schlafen, falls erlaubt. Denen würde ich natürlich auch zeigen, was für gute Manieren ich habe. Auf den Esstisch gehe ich zum Beispiel nie."

Donnerstag, 17. November 2022

Donnerstag
17.11.2022

Eingewöhnung geschafft

Liebe Tagebuchleser/innen

Am dritten Tag im neuen Heim fühlt sich der kuschelige Ramires fast schon pudelwohl:  Als ich vor drei Tagen bei meiner Pflegestelle angekommen bin, habe ich mir sofort das beste Versteck ausgeguckt - eine freie Stelle unter dem Bett. Ich war sehr müde vom Tierarzt und der vielen Aufregung, sodass ich den geschützten Platz erstmal nicht verlassen wollte. Zum Glück habe ich aber viele Streicheleinheiten bekommen, die mir beim Entspannen und Einschlafen geholfen haben. Nachts war der Hunger auch schon stärker als die Angst und ich habe mir auf dem Weg zum Futter das neue Zimmer angeschaut - eigentlich gar nicht so gefährlich. 
 Trotzdem machen die Leute komische Geräusche, da bleibe ich den nächsten Tag über doch lieber im Versteck. Gegen Abend ist es mir aber zu langweilig und ich möchte noch mehr gekuschelt werden, also komme ich langsam raus, mautze und bekomme sofort die volle Aufmerksamkeit. Die grosse Erkundung spare ich mir noch für morgen auf. Am nächsten Tag gucke ich mir dann zusammen mit meinen Pflegern Stück für Stück die Wohnung an. Das viele Streicheln hilft mir genug Mut zusammenzunehmen. 
Nicht nur beim Erkunden, sondern auch dabei, auf die Menschen zuzugehen. Schon ab dem dritten Tag fühle ich mich sehr mutig genug die ganze Wohnung anzuschauen und kommuniziere immer, wenn ich nicht genug Streicheleinheiten bekomme, natürlich an meinem Bauch.