Felix

freiheitsliebend
anhänglich
neugierig
territorial
dominant

Geschichte der Gruppe Felix

Wir suchen die Nadel im Heuhaufen für unseren Einzelkater und Freigänger Felix. Es sollte ein Hof o.ä. mit sehr grossem Aussenrevier für ihn sein und ohne andere Katzen, dafür aber mit liebevollem Menschenanschluss.
Er ist ein ganz toller Familienkater, 3jährig, kastriert, neugierig, unerschrocken, anhänglich. Er ist aber keine Schoss- und Kuschelkatze. Er liebt und braucht Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten von seiner Familie. Aber er möchte nicht bedrängt oder auf den Arm genommen werden. Wenn wir mit den Kindern draussen im Dorf unterwegs sind, kommt er oft mit.
Jetzt kommt das grosse Aber.
Er ist sehr territorial und markiert im Haus. Wir sind uns sehr sicher, dass das mit dem äusseren Umfeld hier bei uns zusammenhängt. Es hat hier in der Nachbarschaft unglaublich viele Katzen auf relativ kleinen Raum. Dadurch hat er offensichtlich auch im Haus das Bedürfnis sein Revier zu markieren. Er markiert zu 95% im Haus, wenn er gerade von draussen rein kommt. Und dies immer phasenweise mal mehr und mal weniger. Manchmal 1
Woche gar nicht, dann wieder ein bisschen und dann streckenweise ist es wieder ganz schlimm mehrmals am Tag.
Wir haben ihn vor 2 Jahren aus dem Tierheim geholt und wissen daher nichts über seine Vorgeschichte oder wann er kastriert wurde. Er wurde als Einzelkater vermittelt und verträgt
sich nicht mit anderen Katzen. Das Markierproblem war dem Tierheim natürlich nicht bekannt.
Wir hatten die letzten beiden Jahre in den Phasen, wo er nur sehr selten markiert hat, immer wieder Hoffnung, dass er jetzt endlich verstanden hat, dass das Haus vor anderen Katzen sicher ist. Wir haben ihm im Haus diverse sehr hohe Liegeplätze auf Schränken eingerichtet, da er immer nach oben wollte und wir das Gefühl hatten, er fühlt sich dadurch sicherer. Es sind auch seine Lieblingsliegeplätze. Aber an seinem Markierverhalten hat das leider nichts geändert. Wir haben es auch mit diversen Antistressmittelchen probiert. Alles hat nicht dauerhaft geholfen.
Nun mussten wir einsehen, dass das wohl sein Leben lang so bleiben wird, zumindest hier in unserem Umfeld. Das können wir ihm leider nicht ändern.
Wenn er aber ein sehr grosses Aussenrevier ohne andere Katzen und wenigen Nachbarn hätte, sind wir uns ziemlich sicher, dass er dann nicht mehr im Haus markieren würde. Er kann aber nicht als Hofkater einfach draussen leben, dann wäre er zu einsam. Er braucht menschliche Zuwendung und Liebe.

Wer hat solche Voraussetzungen und möchte ihm ein stressfreieres Leben ermöglichen?

Falls er doch wieder mit Hausmarkieren anfängt, sollte auch die Möglichkeit bestehen, dass er in der Garage o.ä. einen warmen kuscheligen Schlafplatz mit Futter und Katzenklappe hat und dann vielleicht nur ab und zu ins Haus darf zum Streicheleinheiten abholen. Diese Möglichkeit haben wir hier leider nicht, und es wäre nur für den absoluten Worst-Case, denn sonst hat er vermutlich ein Leben im Tierheim vor sich.

Für unsere Kinder wird es ein schmerzhafter Verlust, aber wir können einfach nicht noch so viele
Jahre das Hausmarkieren hinnehmen. Felix hat sein ganzes Leben noch vor sich, auch er hat es verdient weniger gestresst zu sein.